Wichtige Hinweise zum Thema Demenz

In Deutschland leiden etwa 1,5 Millionen Menschen an Demenz. Demenzerkrankungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen im höheren Alter.

Kurzinformationen zum Thema Demenz

Demenz ist der Oberbegriff für mehr als 50 Krankheitsformen, von denen Alzheimer die häufigste ist. Die Erkrankung ist nicht heilbar. Im Verlauf sterben Nervenzellen im Gehirn ab, was zu Beeinträchtigungen von Gedächtnis, Denkvermögen, Orientierung, Lernfähigkeit und Urteilsvermögen führt. Eine selbstständige Lebensführung wird bereits in den Frühstadien erschwert, die Spätstadien sind durch umfassende Hilfe- und Pflegebedürftigkeit gekennzeichnet.

Demenz ist eine Familienkrankheit. Mit Betreuung und Pflege über eine Zeitspanne von ca. acht bis zehn Jahren sind erhebliche Belastungen verbunden. Dennoch leben etwa zwei Drittel der Erkrankten lange Jahre im vertrauten sozialen Umfeld, meist bei Angehörigen.

Da Möglichkeiten einer Heilung in absehbarer Zeit nicht zu erwarten sind, müssen sich alle Bemühungen darauf richten, die Lebensqualität Betroffener zu erhalten und das soziale Umfeld zu stabilisieren.

Die Ausweglosigkeit der Situation und die soziale Isolierung überfordern pflegende Angehörige oft. Daher ist es wichtig, Demenzen so früh wie möglich zu diagnostizieren und Betroffene rechtzeitig aufzuklären und zu unterstützen.

Mit dem Internetportal Wegweiser Demenz leistet das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend einen wichtigen Beitrag zur Wissensvermittlung und Enttabuisierung der Krankheit. Neben grundlegendem Wissen zu Demenzerkrankungen, zu therapeutischen Ansätzen und Leistungsansprüchen bietet der Wegweiser Demenz in einer Datenbank bundesweite Hilfe- und Betreuungsangebote. Von Fachleuten moderierte Foren und ein Blog ermöglichen Beratung und Erfahrungsaustausch.

 

Informieren Sie sich hier:
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Wegweiser Demenz – www.wegweiser-demenz.de

Professionelle Unterstützung

Unter der Nummer 01803/171017 erreichen Sie das Alzheimer-Telefon, eine Beratungshotline, die seit 2002 von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft betrieben wird. Sie können anonym anrufen.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Deutsche Alzheimer Gesellschaft –

www.deutsche-alzheimer.de

Unterstützung vor Ort

Wir brauchen vor allem im jeweiligen Lebensumfeld Betroffener geeignete Strukturen, die Erkrankten und ihren Familien helfen. In den Lokalen Allianzen sollen sich Partner vor Ort vernetzen, um mit Unterstützung der Kommune Einfluss darauf zu nehmen, dass Demenzerkrankte nicht ausgegrenzt, sondern verständnisvoll und einfühlsam ihren Bedürfnissen entsprechend akzeptiert und ins gesellschaftliche Leben einbezogen werden. Aktuell gibt es bundesweit rund 500 Lokale Allianzen.

Standorte und Inhalte finden Sie hier:
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz – www.lokale-allianzen.de

Nicht nur gute medizinische und später auch pflegerische Versorgung, sondern vor allem gesellschaftliche Akzeptanz und verständnisvolle Unterstützung im Lebensumfeld sind wichtig für Menschen mit Demenz. Viele Maßnahmen, Forschungen, Modellprojekte, Handreichungen und Gesetzgebungen haben sich in den vergangenen Jahren der Bewältigung der Demenz-Problematik gewidmet. Die Allianz für Menschen mit Demenz will dazu beitragen, diese vielfältigen Initiativen zusammenzuführen, zu bündeln und vor allem gemeinsam weiterzuentwickeln. Die am 15. September 2014 unterzeichnete Agenda „Gemeinsam für Menschen mit Demenz“ enthält in vier Handlungsfeldern Vereinbarungen und konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation Betroffener. Der Umsetzungsprozess startete am 30. Oktober 2014.

 

Weitere Informationen finden Sie hier:
Allianz für Menschen mit Demenz –

www.allianz-fuer-demenz.de