Wichtige Hinweise zum Thema Zinsloses Darlehen

Während den Freistellungen nach dem Pflegezeit- und Familienpflegezeitgesetz, kann ein zinsloses Darlehen in Anspruch genommen werden.
Weitere Informationen erhalten Sie auch am Pflegetelefon unter der Nummer
030/ 20179131.

Kurzinformationen zum Thema Zinsloses Darlehen

Seit dem 1. Januar 2015 haben Beschäftigte die Möglichkeit, ein zinsloses Darlehen beim BAFzA zu beantragen.

Dieses wird in monatlichen Raten in Höhe der Hälfte der Differenz zwischen dem pauschalierten monatlichen Nettoentgelt vor und wäh­rend der Freistellung ausbezahlt, um die Einkommenseinbußen
abzufedern.

Die monatliche Darlehensrate ist auf den Betrag begrenzt, der bei einer durchschnittlichen Arbeitszeit während der Familienpflegezeit von 15 Wochenstunden zu gewähren ist.

Es besteht keine Verpflichtung, die volle Höhe in Anspruch zunehmen. Der monatliche Darlehensbetrag ist flexibel, allerdings gibt es aus verwaltungspraktischen Gründen eine Untergrenze von 50 Euro monatlich.

 

Hier kommen Sie zum Darlehensrechner.

Das Darlehen wird direkt beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben beantragt.

 

Die Kontaktdaten sind:
Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben
Referat 407
- Nationale Programme -
50964 Köln

Telefon: 0221 3673-0
Telefax: 0221 3673-4661
Mail: familienpflegezeit.spam@bafza.bund.de

 

Formulare und Merkblätter finden Sie hier.

Wenn das Darlehen nicht zurückgezahlt werden kann, kann das BAFzA bei Vorliegen einer besonderen Härte die Rückzahlung des Darlehens auf Antrag stunden und so die Fälligkeit hinausschieben. Als besondere Härte gelten insbeson­dere der Bezug von Entgeltersatzleistungen nach dem Dritten und dem Fünften Buch Sozialgesetzbuch, Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch und Leistungen nach dem Dritten und Vier­ten Kapitel des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch oder eine mehr als 180 Tage ununterbrochene Arbeitsunfähigkeit.

 

Eine besondere Härte liegt auch vor, wenn Sie sich wegen unverschuldeter finanzieller Belastungen vorübergehend in ernsthaften Zahlungsschwierigkeiten befinden oder wenn zu erwarten ist, dass Sie durch die Rückzahlung des Darlehens in der vorgesehenen Form in solche Schwierigkeiten geraten
würden.

 

Kommt zu diesen genannten Zahlungsschwierigkeiten hinzu, dass Sie nach Ablauf der Freistellungen dieselbe nahe Angehö­rige oder denselben nahen Angehörigen weiter zu Hause pfle­gen und daher die Reduzierung der Arbeitszeit fortführen, sind auf Antrag die fälligen Rückzahlungsraten zu einem Viertel zu
erlassen.

 

Die Darlehensschuld erlischt, soweit sie noch nicht fällig ist, wenn Sie Leistungen nach dem Dritten oder Vierten Kapitel des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch oder Leistungen zur Siche­rung des Lebensunterhalts nach dem Zweiten Buch Sozial­gesetzbuch ununterbrochen seit mindestens zwei Jahren nach Ende der Freistellung beziehen oder wenn sie sterben.