Webinar "Pflegezeit- & Familienpflegezeitgesetz – Was Arbeitgeber wissen müssen"

Die Pflege von Angehörigen trifft nicht nur viele Beschäftigte unvorbereitet, sondern hat auch Auswirkungen auf die Unternehmen. Das Gesetz zur Familienpflegezeit ermöglicht Familien, Beruf und Pflege besser zu vereinbaren. Darüber sollten Unternehmen Bescheid wissen. Die wichtigsten Infos erhalten Sie am 19.11.2019 von 11-12 Uhr im Webinar "Pflegezeit- & Familienpflegezeitgesetz – Was Arbeitgeber wissen müssen"  des Netzwerksbüros "Erfolgsfaktor Familie" in Zusammenarbeit mit dem Pflegetelefon des BMFSFJ.

Jetzt kostenfrei anmelden unter https://bit.ly/34Upg0u

Familienpflegezeit und Pflegezeit – Rechtlicher Rahmen und mögliche Perspektiven

Prof. Dr. Matthias von Schwanenflügel, Abteilungsleiter im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, hat einen Aufsatz mit dem Titel "Familienpflegezeit und Pflegezeit – Rechtlicher Rahmen und mögliche Perspektiven" (Ausgabe 05/2019 der „Stimme der Familie“ des Familienbundes der Katholiken/www.familienbund.org) verfasst.

Den Aufsatz finden Sie hier.

Beratung für pflegende Kinder und Jugendliche - jetzt auch per Chat

Am 29. Oktober 2019 fand in Berlin das dritte Netzwerktreffen des Projekts "Pausentaste - Wer anderen hilft, braucht manchmal selber Hilfe" statt. Das Projekt, 2018 vom Bundesfamilienministerium gestartet, unterstützt Kinder und Jugendliche, die sich um pflegende Angehörige kümmern.

Die "Pausentaste" soll den jungen Pflegenden helfen, Pausen einzulegen, zu reflektieren und Hilfsangebote wahrzunehmen oder über die eigene Situation zu sprechen - auch anonym. Das Angebot umfasst die Website www.pausentaste.de sowie eine telefonische Beratung und eine E-Mail-Beratung beim Kinder- und Jugendtelefon der "Nummer gegen Kummer". Hinzu kommt nun eine Beratung per Chat. Weitere Informationen zum Chat finden Sie hier.

"Mach Karriere als Mensch!" - Bundesweite Pflegekampagne gestartet

© Janine Schmitz/photothek.net

Um den Fachkräftebedarf in der Pflege in Zukunft decken zu können, hat das Bundesfamilienministerium die "Ausbildungsoffensive Pflege" ins Leben gerufen.

Am 22. Oktober startete Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey die dazugehörige bundesweite Informations- und Öffentlichkeitskampagne "Mach Karriere als Mensch!". Sie hat das Ziel, junge Menschen für den Zukunftsberuf Pflege zu begeistern. 

Die Kampagne begleitet den Beginn der neuen Pflegeausbildungen nach dem Pflegeberufegesetz ab Anfang 2020.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Frauensache Pflege – Pflegen und gepflegt werden: 26. Jahrestagung des Arbeitskreis Frauengesundheit 2019

Vom 2. bis 3. November 2019 findet die 26. Jahrestagung des Arbeitskreises Frauengesundheit unter dem Motto „Frauensache Pflege – pflegen und gepflegt werden: Was ist da, was fehlt?“ statt.  

Der Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V. (AKF) ist der größte Zusammenschluss von unabhängigen Frauengesundheitsorganisationen im deutschsprachigen Raum. Der AKF organisiert Hebammen, Ärztinnen, Psychologinnen und Pädagoginnen, Heilpraktikerinnen, in den Pflegeberufen Tätige, Selbsthilfe und Gesundheitswissenschaftlerinnen, vereint Berufsverbände und Organisationen, Frauenberatungsstellen, Frauengesundheitszentren und Selbsthilfeverbände und vertritt die Interessen von Frauen als Patientinnen, als Expertinnen und als Bürgerinnen.

Weitere Informationen erhalten im Flyer und auf der Internetseite des Arbeitskreises.

Fachtagung "Vereinbarkeit von Pflege und Beruf"

Drei von vier Pflegebedürftigen in Deutschland werden zu Hause versorgt. Ihre Angehörigen sind dadurch häufig dreifach belastet, denn Pflege kostet Zeit, sie kostet Geld, wenn die Arbeitszeit reduziert werden muss und Hilfsmittel benötigt werden, und sie kostet auch Kraft.

Wie die Angehörigen bessere Unterstützung bekommen können, war Thema der Fachtagung "Vereinbarkeit von Pflege und Beruf" des Bundesfamilienministeriums, die am 17. September 2019 in Berlin statt fand.

Während der Tagung beriet Dr. Franziska Giffey mit Fachleuten den ersten Bericht des Unabhängigen Beirats für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf. Nach vier Jahren Amtszeit hatte der Beirat dem Bundesfamilienministerium im Sommer seinen Bericht vorgelegt. Er umfasst auch Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Situation pflegender, berufstätiger Angehöriger.

Woche der Demenz 2019

Unter dem Motto „Demenz – einander offen begegnen“ findet vom 15.-21.09.2019 zum wiederholten Male bundesweit die Woche der Demenz statt.
Zahlreiche Initiativen führen auf lokaler Ebene Veranstaltungen zum Thema Demenz durch wie z.B. Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz, Mehrgenerationenhäuser, Kommunale Beratungsstellen, Seniorenbüros und die Deutsche Alzheimergesellschaft. Sie sprechen Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen mit Informationen über Beratungs- und Entlastungsangeboten an.
Mit der Woche der Demenz wird das Thema Demenz in die Öffentlichkeit gerückt und soll zu einer weiteren Enttabuisierung führen. Mit dem Weltalzheimertag am 21.09.2019 wird weltweit auf Demenz aufmerksam gemacht.
Informationen über lokale Initiativen finden Sie hier.

Bundesministerin Giffey: "Pflegende Angehörige sind wichtige Stützen in Familien und für die Gesellschaft und haben eine stärkere Unterstützung verdient."

Frau Bundesministerin Franziska Giffey hat sich in den sozialen Medien zu mehr finanzieller Unterstützung für pflegende Angehörige geäußert:
"Drei von vier Pflegebedürftigen in Deutschland werden zu Hause versorgt, die meisten von ihren nahen Angehörigen. Das ist eine Leistung, die nicht hoch genug geschätzt werden kann.
Wir sollten die Aufmerksamkeit viel stärker auf die pflegenden Angehörigen lenken und die bessere Vereinbarkeit von Pflege und Beruf als wichtige Zukunftsaufgabe für Deutschland begreifen. Neben dem bereits bestehenden Anspruch auf Familienpflegezeit brauchen wir dafür neue Ideen. Deshalb prüfen wir gerade, wie ein Konzept für ein Familienpflegegeld aussehen könnte: Eine Art Lohnersatzleistung analog zum Elterngeld, das über einen gewissen Zeitraum gezahlt wird und ermöglicht, dass pflegende Angehörige weiter im Beruf bleiben können. Darüber sollten wir breit diskutieren.
Eine gute Möglichkeit dazu ist unsere Fachtagung am 17. September, bei der auch der unabhängige Beirat für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf seine Handlungsempfehlungen vorstellen wird. Klar ist schon jetzt: Pflegende Angehörige sind wichtige Stützen in Familien und für die Gesellschaft und haben eine stärkere Unterstützung verdient."

Pflegeheimsuche: Kostenloser Leitfaden für Angehörige

Wenn die Pflege zu Hause an Grenzen stößt, kann der Umzug in ein Pflegeheim notwendig sein. Meistens sind Angehörige entscheidend in die Heimauswahl eingebunden. Dabei wollen sie sicher gehen, dass sich die pflegebedürftige Person dort wohlfühlt und gut versorgt wird.

Um Angehörige bei der Pflegeheimauswahl zu unterstützen, gibt das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) einen Kurzleitfaden heraus.

Der ZQP-EINBLICK zeigt, wie man in fünf Schritten bei der Suche und Entscheidungsfindung vorgehen kann. Wichtig ist zum Beispiel, gemeinsam zu überlegen, welche konkreten Anforderungen an das Pflegeheim gestellt werden. Als Orientierungshilfe werden dazu 10 wichtige Aspekte bei der Pflegeheim-Wahl dargestellt. Der ZQP-EINBLICK Pflegeheimsuche ist werbefrei. Kommerzielle Interessen werden damit nicht verfolgt. Er kann kostenlos über die Internetseite des ZQP als PDF-Datei heruntergeladen und ausgedruckt werden.

Längere Förderungsdauer für BAföG-Berechtigte, die Angehörige pflegen

BAföG-Berechtigte, die während der Ausbildung ihre eigenen pflegebedürftigen (ab Pflegegrad 3) Eltern oder sonstige nahe Angehörige pflegen und deshalb in Ausbildungsrückstand geraten, bleiben künftig für eine angemessene Dauer auch noch über das Ende der Förderungshöchstdauer förderungsberechtigt.

Weitere Informationen hierzu erhalten Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und bei der BAföG-Hotline unter der Nummer 0800 - 223 63 41.

Dr. Franziska Giffey hat am 20. Juni den ersten Bericht des Unabhängigen Beirats für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf entgegengenommen

Gruppenfoto des Unabhängigen Beirats, © BMFSFJ

Die 21 Mitglieder des Unabhängigen Beirats für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf haben nach vier Jahren Amtszeit ihren ersten Bericht vorgestellt und ihn offiziell am 20. Juni an Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey übergeben.

Der Beiratsbericht enthält eine Bestandsaufnahme zum Pflegezeitgesetz und zum Familienpflegezeitgesetz sowie zahlreiche Beschlüsse und Handlungsempfehlungen mit dem Ziel, die Situation pflegender Angehörige weiter zu verbessern.

Zur Diskussion der Handlungsempfehlungen mit der Fachöffentlichkeit und zuständigen Fachpolitikerinnen und Fachpolitikern hat das Bundesfamilienministerium eine Fachtagung im September geplant.

Ziel der Veranstaltung: die Fachöffentlichkeit über die Handlungsempfehlungen des Berichts zu informieren, den Austausch der Fachleute anzuregen und zur Weiterentwicklung des Themas beizutragen.

Weitere Informationen zum Beirat finden Sie hier.

Otto Heinemann Preis zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf

Mehr und mehr Berufstätige kümmern sich neben ihrer Arbeit um pflegebedürftige Angehörige. Dadurch sind sie einer erheblichen Doppelbelastung ausgesetzt, die auf Dauer bis zum Burnout führen kann. Ziel des Otto Heinemann Preises ist es, Arbeitgeber auszuzeichnen, die bereits vorbildliche Lösungen zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf entwickelt haben, um darüber zugleich Ideen und Anregungen zur Nachahmung für andere Unternehmen zu geben.

Die Umsetzung von Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege ist für kleine Unternehmen aufgrund der geringeren Ressourcen deutlich schwieriger als für größere Unternehmen. Ebenso bedeutet die Teilnahme an einem Wettbewerb einen erheblichen Mehraufwand.
Die Innungskrankenkassen geben daher kleinen Unternehmen mit der Wettbewerbsteilnahme eine zusätzliche Chance:
Ein Unternehmen unter den Bewerbern mit weniger als 30 Beschäftigten erhält die Möglichkeit einer Beratung zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement oder rund um das Thema Pflege – unabhängig vom Juryentscheid zum Otto Heinemann Preis.

Der Wettbewerb, der auch in 2019 unter der Schirmherrschaft von Wirtschaftsminister Peter Altmaier steht, richtet sich an alle Unternehmen und Organisationen mit Beschäftigten in Deutschland. 

Arbeitgeber können sich noch bis zum 30. Juni 2019 bewerben.

Das Bewerbungsformular sowie die Teilnahmebedingungen und weitere Informationen stehen unter www.otto-heinemann-preis.de bereit, weitere Informationen zur Berliner Pflegekonferenz finden Sie unter www.berliner-pflegekonferenz.de.

Der Otto Heinemann Preis zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf wird von spectrumK in Kooperation mit dem BKK Dachverband und dem IKK e.V. ausgelobt.

Ansprechpartnerinnen für weitere Informationen sind Juliane Maneke und Jasmin Russak vom spectrumK GmbH, Abteilung Unternehmenskommunikation, E-Mail: awards.spam@spectrumk.de, Tel.: 030-21 23 36 110.

Pflegende Angehörige wurden mit dem Berliner Pflegebären und dem bundesweitem „pflegecompass“ ausgezeichnet

Zum Abschluss der fünften „Woche der pflegenden Angehörigen“ wurden am 17. Mai 2019 im Rahmen einer im Berliner Rathaus stattfindenden Gala zehn pflegende Angehörige mit dem „Berliner Pflegebären“ und dem bundesweiten „pflegecompass“ ausgezeichnet.

Die Preisträgerinnen und Preisträger stehen stellvertretend für alle geschätzt 200.000 Berlinerinnen und Berliner, die oft neben der Berufstätigkeit oder anderer Verpflichtungen ihre pflegebedürftigen Angehörigen betreuen. Auf diese Weise bekommt die meist im verborgenen stattfindende häusliche Pflege von Angehörigen in ihrer ganzen Vielfalt ein Gesicht.

Verliehen wurden die Auszeichnungen durch Berlins Pflegesenatorin Dilek Kalayci und Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Franziska Giffey.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey hat sich am 12.04.2019 mit pflegenden Angehörigen ausgetauscht

Unter dem Motto "Was bewegt Sie?" hat am 12. April eine neue Dialogreihe zu seniorenpolitischen Themen begonnen. Bei der der Auftaktveranstaltung in Brandenburg an der Havel ging es um die Frage, wie sich Pflege und Beruf besser vereinbaren lassen.

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey hat dazu mehrere pflegende Angehörige getroffen, um gemeinsam mit ihnen über ihre Herausforderungen im Alltag zu diskutieren und neue Lösungsansätze anzusprechen. Dabei würdigte sie den Einsatz der Menschen, die pflegen.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Marie Simon Pflegepreis für Innovationen in der Pflege

Wie kann die Versorgungssicherheit von Pflegebedürftigen im Versorgungsprozess gewährleistet werden? Wie können Helfende bei der Versorgung von pflegebedürftigen Angehörigen unterstützt werden? Welche Informations- und Kommunikationstechnologien können die Gestaltung in der Pflege unterstützen?

Zu all diesen Fragen gibt es bereits viele innovative Antworten und individuelle Lösungen. Mit dem Marie Simon Pflegepreis für Innovationen in der Pflege werden auf der Berliner Pflegekonferenz in Kooperation mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund besonders innovative Pflegeprojekte ausgezeichnet.

Herr Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, Bevollmächtigter der Bundesregierung für die Pflege, wird die Schirmherrschaft für den Marie Simon Pflegepreis 2019 übernehmen.

Die Deadline für die Einreichung von Bewerbungen für den Marie Simon Pflegepreis 2019 endet am 14. Juni 2019.

Das Bewerbungsformular finden Sie hier. Ansprechpartner für weitere Informationen ist das spectrumK GmbH, Abteilung Unternehmenskommunikation,  E-Mail: a-wards.spam@spectrumk.de Tel.: 030-21 23 36 110.

Pflege und Beruf in Einklang bringen – Im Gespräch mit Bundesfamilienministerin Franziska Giffey

Der Großteil der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland wird zu Hause durch Angehörige versorgt. Insbesondere die Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf ist dabei nicht immer einfach.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey lädt pflegende Angehörige ein, mit ihr ins Gespräch zu kommen. Sie
möchte ihnen zuhören und erfahren, was sie in ihrem Alltag beschäftigt.

Wenn Sie an der Veranstaltung teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte online oder auf dem Postweg bis zum 27. März 2019 an.

Die Kontaktdaten für die Anmeldung sowie weitere Informationen finden Sie im Einladungsschreiben und im Flyer.

Meilenstein für die Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf in der Europäischen Union

Am 06.02.2019 wurde eine EU-Richtlinie zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben für Eltern und pflegende Angehörige in Brüssel beschlossen.

Deutschland hat zusammen mit der Mehrheit der Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) der Vereinbarkeitsrichtlinie  zugestimmt. Ziel der Richtlinie ist es, in der gesamten EU die Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf zu verbessern. Konkret soll die Richtlinie für eine gerechtere Aufteilung von Betreuungs- und Pflegeaufgaben zwischen Frauen und Männern sorgen und die Erwerbsbeteiligung insbesondere von Frauen fördern.

Ausführliche Informationen über die Regelungen finden Sie hier.

Die Auszubildendenzahlen in der Pflege sollen bis 2023 um zehn Prozent steigen

Um den drohenden Fachkräftemangel in der Pflege zu bekämpfen, sollen deutlich mehr Pflegefachkräfte ausgebildet werden als bisher. Die Auszubildendenzahlen sollen bis 2023 um zehn Prozent steigen. Auch die Zahl der Ausbildungsstätten für die Pflege soll bis 2023 um zehn Prozent erhöht werden. Die entsprechende Vereinbarung wurde von der Arbeitsgruppe 1 der Konzertierten Aktion Pflege (KAP) vorbereitet und heute von den Partnern der KAP beschlossen.

Die Konzertierte Aktion Pflege hat das Ziel, den Arbeitsalltag und die Arbeitsbedingungen von Pflegekräften spürbar zu verbessern, die Pflegekräfte zu entlasten und die Ausbildung in der Pflege zu stärken. Zusammen mit den Ländern, Pflegeberufs- und Pflegeberufsausbildungsverbänden, Verbänden der Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser, den Kirchen, Pflege- und Krankenkassen, Betroffenenverbänden, der Berufsgenossenschaft, der Bundesagentur für Arbeit sowie den Sozialpartnern werden dazu bis zum Sommer 2019 konkrete Maßnahmen erarbeitet.

Die komplette Pressemitteilung zu diesem Thema finden Sie hier.

Neue Banner mit Hinweis auf die Internetseite wege-zur-pflege.de zum Herunterzuladen

Unter diesem Link finden Sie unterschiedliche Banner mit Hinweis auf die Internetseite wege-zur-pflege.de und das Pflegetelefon. 

Diese Banner können Sie herunterladen und auf Ihrer Internetseite einstellen, um z. B. auf wege-zur-pflege.de zu verlinken.

Zum Jahresende 2017 gab es in Deutschland 3,41 Millionen Pflegebedürftige

Im Dezember 2017 waren in Deutschland 3,41 Millionen Menschen pflegebedürftig im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes (SGB XI).

Die Zahl der Pflegebedürftigen hat im Dezember 2015 bei 2,86 Millionen gelegen. Die starke Zunahme um 0,55 Millionen Pflegebedürftige (+19 %) ist allerdings zum großen Teil auf die Einführung des neuen, weiter gefassten Pflegebedürftigkeitsbegriffs ab dem 01.01.2017 zurückzuführen. Seitdem werden mehr Menschen als pflegebedürftig eingestuft, als vor der Umstellung.

Gut drei Viertel (76 % oder 2,59 Millionen) aller Pflegebedürftigen wurden zu Hause versorgt. Davon wurden 1,76 Millionen Pflegebedürftige in der Regel allein durch Angehörige gepflegt. Weitere 0,83 Millionen Pflegebedürftige lebten ebenfalls in Privathaushalten, sie wurden jedoch zusammen mit oder vollständig durch ambulante Pflegedienste versorgt. Knapp ein Viertel (24 % oder 0,82 Millionen Pflegebedürftige) wurde in Pflegeheimen vollstationär betreut.

Höhere Rentenansprüche durch die Pflege von Angehörigen auch für Personen, die bereits Rente beziehen

Grundsätzlich zahlt die Pflegekasse seit dem 1.1.2017 für Personen, die nicht erwerbsmäßig häuslich pflegen, bei Bezug einer Vollrente nur bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung. Dank des Flexirentengesetzes können Rentnerinnen und Rentner, die nach Erreichen der Regelaltersgrenze neben dem Bezug einer Altersrente einen Angehörigen pflegen, durch die Pflege ihre Rente erhöhen.

Mit der Wahl einer Teilrente von 99 Prozent kann der Personenkreis erreichen, dass die Pflegekasse weiterhin Beiträge zur Rentenversicherung zahlt. Der Verzicht auf ein Prozent der Rente kann sich lohnen, da die Beiträge der Pflegekasse jeweils zum 1.7. des Folgejahres im Rahmen der Rentenanpassung die Rente erhöhen. Nach Beendigung der Pflegetätigkeit kann die Rentnerin oder der Rentner wieder den Wechsel in die Vollrente beantragen.

Weitere Informationen erhalten Sie beim Service-Telefon der Deutschen Rentenversicherung unter der Nummer 0800 1000 4800. 

Fachtag und Netzwerktreffen „Pflegende Kinder und Jugendliche“

Quelle: BMFSFJ

Am 8. Oktober 2018 fand im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) ein Fachtag mit anschließendem Netzwerktreffen zum Thema pflegende Kinder und Jugendliche statt.

Hintergrund der jährlichen Netzwerktreffen ist das Projekt „Pausentaste“, mit dem das BMFSFJ seit 1. Januar 2018 gemeinsam mit der Nummer gegen Kummer ein bundesweites Beratungsangebot für junge Pflegende bereitstellt.

Kinder und Jugendliche, die sich um ihre Familienangehörigen kümmern, werden oftmals nicht als pflegende Kinder und Jugendliche wahrgenommen. Umso wichtiger ist es, auf diese Thematik aufmerksam zu machen.

Frau Dr. Giffey würdigte das Engagement der vielen Akteurinnen und Akteure für die Belange pflegender Kinder und Jugendlicher, deren Einsatz und Expertise maßgeblich zur Initiierung des Projekts „Pausentaste“ beigetragen hätte.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Otto-Heinemann-Preis zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf

Mehr und mehr Berufstätige müssen neben ihrer Arbeit die Pflege von Familienangehörigen organisieren und sind damit einer erheblichen Doppelbelastung ausgesetzt.

Ziel des Otto-Heinemann-Preises ist es, Unternehmen auszuzeichnen, die bereits vorbildliche Lösungen zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf entwickelt haben, um darüber zugleich Ideen und Anregungen zur Nachahmung für andere Unternehmen zu geben.

Der Wettbewerb stand in 2018 unter der Schirmherrschaft von Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, und wurde durch spectrumK in Kooperation mit dem BKK Dachverband und dem IKK e.V. ausgerichtet. 

Die Preisträger in diesem Jahr sind in den jeweiligen Kategorien
das Oberlandesgericht Köln (Organisationen mit bis zu 1.000 Mitarbeitern)
•der LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein a. G. (Organisationen mit bis zu 5.000 Mitarbeitern)
•die Henkel AG & Co. KGaA (Organisationen ab 5.001 Mitarbeitern)

In diesem Jahr gab es eine Premiere. Die Mitglieder der Jury vergaben einen Sonderpreis an die h.kühn GmbH und ehrten damit den mutigen Einsatz eines kleinen Unternehmens. Denn mit weniger als hundert Angestellten stellt es sich der besonderen Herausforderung, seinen Beschäftigten bei der Pflege von Angehörigen zur Seite zu stehen.

Weitere Informationen zum Otto-Heinemann-Preis finden hier.

Demenzwochen

Unter dem Motto "Demenz - dabei und mittendrin" hat vom 17. bis 23.09.2018 die Woche der Demenz stattgefunden. Botschafterin ist 2018 die NDR-Moderatorin und Buchautorin Bettina Tietjen.

Rund 1,7 Millionen Menschen sind in Deutschland an Demenz erkrankt. Jährlich erkranken 300.000 Menschen neu. So leben in Familien, Nachbarschaft und Quartier künftig immer mehr Menschen mit Demenz. Die Krankheit wird oftmals tabuisiert: Erkrankte und Angehörige fühlen sich isoliert, erforderliche Hilfe und Unterstützung unterbleiben. Daher hat die Bundesregierung die "Allianz für Menschen mit Demenz" als eines der Handlungsfelder der Demografiestrategie ins Leben gerufen.

Mit der Woche der Demenz will die "Allianz für Menschen mit Demenz" Verständnis und Unterstützung für Betroffene und pflegende Angehörige fördern.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Konzertierte Aktion Pflege: Gemeinsame Initiative zur Stärkung der Pflege in Deutschland

Die Konzertierte Aktion Pflege hat das Ziel, den Arbeitsalltag und die Arbeitsbedingungen von Pflegekräften spürbar zu verbessern, die Pflegekräfte zu entlasten und die Ausbildung in der Pflege zu stärken.

Sie soll dabei die Potentiale der in der Pflege beteiligten Akteure nutzen, um gemeinsam Maßnahmen auf den Weg zu bringen, die die Situation nachhaltig verbessern.

Bund, Länder und die relevanten Akteure in der Pflege sollen konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Situation der beruflich Pflegenden entwickeln und deren Umsetzung durch die jeweiligen Akteure verbindlich vereinbaren.

Die Maßnahmen sollen binnen eines Jahres gemeinsam mit weiteren Expertinnen und Experten in einem Dachgremium und fünf themenbezogenen Arbeitsgruppen entwickelt werden.

Die Konzertierte Aktion Pflege ist ein gemeinsames Projekt des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Koordiniert wird die Aktion vom BMG, das dafür eine Geschäftsstelle einrichtet.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.bmfsfj.de/.

Bundesmodellprojekt "SelbstBestimmt im Alter!"

An 15 Modellstandorten in zehn Bundesländern sorgen Seniorenbüros im Rahmen des Bundesmodellprojekt "SelbstBestimmt im Alter! – Vorsorge-Unterstützung im Team" dafür, dass ältere Menschen besser über Vorsorgeregelungen informiert sind und leichter Hilfen erhalten können. Drei der beteiligten Standorte sind gleichzeitig auch Mehrgenerationenhäuser.

Pro Standort sind durchschnittlich zehn Ehrenamtliche tätig, die Seniorinnen beziehungsweise Senioren in ihrem Zuhause betreuen. So werden beispielsweise in Berlin, Saalfeld und Starnberg ältere Personen bis zum Lebensende ehrenamtlich begleitet.

Durch Gespräche mit den Ehrenamtlichen fühlen sich die älteren Menschen persönlich gestärkt. Sie gehen wieder mehr aus dem Haus und können persönliche Dinge selbstbestimmt regeln. Die Ehrenamtlichen helfen beim Umgang mit Behörden, vermitteln andere Hilfen und begleiten die Menschen zu Ärzten.

Die Wirksamkeit dieses Projekts ist durch eine Zwischen-Evaluierung des Instituts SÖSTRA bestätigt worden. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros e.V. (BaS) leitet das Projekt seit Ende des Jahres 2016, das Bundeseniorenministerium fördert es noch bis Mitte des Jahres 2019.

Die 15 Modellstandorte sowie weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Fünfte Sitzung des unabhängigen Beirats für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf

Seit Ende 2015 besteht der unabhängige Beirat für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf.

Der Beirat trifft sich halbjährlich, um über Fragestellungen zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf sowie über die einschlägigen gesetzlichen Regelungen zu diskutieren und zu beraten. Am 24. April 2018 fand die fünfte Sitzung des Beirats statt.

Die Schwerpunkte lagen auf den Themen „Pflege auf Distanz“ und „pflegebedürftige Kinder und Jugendliche“. Weitere Schwerpunkte der Sitzung waren die Ergebnisse der Arbeitsgruppen, die präsentiert und diskutiert wurden. Aufbauend auf diesen Ergebnissen werden nun konkrete Modelle und Handlungsempfehlungen in intensiver Zusammenarbeit in den Arbeitsgruppen ausgestaltet. Diese sollen in den Abschlussbericht einfließen, der zum 1.6.2019 dem BMFSFJ vorgelegt werden soll.

Mehr pflegende Angehörige erhalten Rentenansprüche durch die Pflege

Immer mehr pflegende Angehörige erhalten für die Zeit der Pflege Rentenansprüche. Nach einem Jahr Pflege erhöht sich die monatliche Rente um bis zu 30 Euro.

Die Zahl der Pflegenden mit dabei erworbenen Rentenanwartschaften dürfte durch die Anfang 2017 in Kraft getretene Pflegereform deutlich gestiegen sein. Die Rentenversicherung bekam von den Pflegekassen im vergangenen Jahr mehr Geld. Die Beitragseinnahmen für Pflegepersonen stiegen von rund 1 Milliarde 2016 auf mehr als 1,5 Milliarden Euro 2017. Es fließen nun erheblich mehr Beiträge aus der Pflegeversicherung in die gesetzliche Rentenversicherung und verbessern damit die Absicherung der Pflegenden.

Informationen darüber, unter welchen Voraussetzungen Sie als Pflegeperson zusätzliche Beiträge in Ihre Rentenversicherung erhalten können, finden Sie hier.

Sonderpreis "Gestaltung des demografischen Wandels"

540 Mehrgenerationenhäuser bringen Alt und Jung in ganz Deutschland zusammen, bieten Beratung in allen Lebenslagen und nachbarschaftliche Hilfe. Mehrgenerationenhäuser sind offene Begegnungsorte für Menschen jeden Alters, mit unterschiedlicher Herkunft oder kulturellem Hintergrund.

Fünf dieser Mehrgenerationenhäuser hat Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey am 4. Juni als "DemografieGestalter 2018" ausgezeichnet. Der mit jeweils 2000 Euro dotierte Preis für Mehrgenerationenhäuser wird 2018 zum ersten Mal verliehen. In vier Kategorien und einer Sonderkategorie würdigt er besonders gelungene Projekte zur Bewältigung des demografischen Wandels. Mehr als 70 Mehrgenerationenhäuser hatten sich beworben.

Preisträger des Sonderpreises "Gestaltung des demografischen Wandels" wurde das Mehrgenerationenhaus Dorflinde Langenfeld mit dem Projekt "Daheim statt im Heim!" Engagierte Bürgerinnen und Bürger unterstützen Pflegebedürftige und pflegende Angehörige, um Strukturschwächen in der dortigen ländlichen Region erfolgreich zu kompensieren.

"Altes Garmisch neu gelebt" erhält Preis für Baukultur

Es begann im April 2009 mit einer Mail des seinerzeitigen zweiten Vorsitzenden des Vereins zum Erhalt der historischen Bau- und Landschaftsstruktur in Garmisch- Partenkirchen. Schnell wurde klar: Die Ideen, die dort vorgestellt wurden, passen zu den Zielen, die das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Förderbank KfW mit ihrem seinerzeitigen Programm zum Mehrgenerationenwohnen verfolgten: Die Nutzung brachliegender Flächen, die Stärkung des Zusammenhalts und auch der Gedanke der Altersvorsorge durch die Bildung von Wohneigentum. Nun wurde das inzwischen fertiggestellte Projekt mit dem ersten Preis des Wettbewerbs für Baukultur der Metropolregion München ausgezeichnet. Auslober waren unter anderem die Bundesstiftung Baukultur, die Bayerische Architektenkammer und die Landeshauptstadt München.

"Altes Garmisch neu gelebt", so der Titel dieses Projekts, leiste laut dem Votum der Jury einen wichtigen Beitrag für Innenentwicklung und Wohnraumschaffung. Das Projekt könne Pate stehen für Ortsentwicklungen in größeren wie kleineren Kommunen. Die Kombination der historischen Bausubstanz mit nachhaltigen Neubauten in traditioneller Holzbauweise sei eine fern jeder Heimattümelei hochwertige Gestaltung, so das Preisgericht.

Informationen zu weiteren Projekten, die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wurden, finden Sie auf der Internetseite von "Zu Hause im Alter".

Beratungstelefon für Kinder und Jugendliche, die Angehörige pflegen

Nicht nur Erwachsene kümmern sich um kranke oder pflegebedürftige Angehörige – nach einer Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) versorgen und pflegen rund 230.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland regelmäßig Angehörige.

Um diese jungen Menschen zu unterstützen, hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) das Projekt „Pausentaste – Wer anderen hilft, braucht manchmal selber Hilfe. Das Angebot für Kinder und Jugendliche, die sich um ihre Familie kümmern“ ins Leben gerufen.

Seit dem 1. Januar 2018 bekommen betroffene Kinder und Jugendliche Hilfe und Rat beim Kinder- und Jugendtelefon der „Nummer gegen Kummer“ - unter der kostenlosen Nummer 116 111.
Die Beratung ist anonym und wird von Montag bis Samstag jeweils von 14 bis 20 Uhr angeboten. An Samstagen findet auch eine „Peer-to-Peer“–Beratung durch speziell ausgebildete Beraterinnen und Berater im Alter von 16 bis 21 Jahren statt.
Die ebenfalls anonyme E-Mail-Beratung über www.nummergegenkummer.de ist rund um die Uhr erreichbar.

Auf der Internetseite www.pausentaste.de gibt es Erfahrungsberichte und Interviews mit jungen Pflegenden, Videos und Hinweise auf Beratungsangebote vor Ort. Auch Informationen zu Erkrankungen und Leseempfehlungen werden zur Verfügung gestellt, alles optimiert für mobile Endgeräte.