Beiratssitzungen

Die Mitglieder des Beirates treffen sich zwei Mal im Jahr, in der Regel im April und im Oktober. Zu den Sitzungen werden auch Sachverständige eingeladen, die zu Fachthemen im Bereich Pflege und Beruf referieren. Neben den Fachvorträgen spielen Diskussionen und Beschlüsse zu vorab festgelegten Themen und sowie Berichte aus den gebildeten drei Arbeitsgruppen (siehe unten) eine zentrale Rolle. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht zu den Themen und Inhalten der bisherigen Sitzungen.

Konstituierende Sitzung des Beirats

Im September 2015 fand die konstituierende Sitzung des Beirats statt. Es wurde beschlossen, sich zunächst mit der Erfassung und Analyse vorhandener Daten, Statistiken und Umfragen, der Auswertung von Fachliteratur und internationalen Studien im Bereich der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf sowie mit den Bedarfen pflegender Erwerbstätiger zu befassen.

Erste Sitzung des Beirats

In der ersten Sitzung des Beirats wurden die beschlossenen Themen aus der konstituierenden Sitzung kontinuierlich weitergeführt. Hierzu wurde Herr Prof. Dr. Schnepp von der Universität Witten/Herdecke als Sachverständiger zum Thema „Bedürfnisse pflegender Angehöriger“ eingeladen, ein weiterer Schwerpunkt wurde auf das Thema „Vereinbarkeit von Beruf und Pflege in Unternehmen“ gelegt, wofür Frau Prof. Dr. Reichert von der Universität Dortmund als Sachverständige geladen war.

Es wurden die ersten Ergebnisse der Erfassung und Analyse vorhandener Daten und Statistiken im Bereich Vereinbarkeit von Pflege und Beruf vorgestellt und besprochen, ebenso wie die Ergebnisse einer eigenen, nicht repräsentativen Onlinebefragung zum Thema Pflegezeitgesetz und Familienpflegezeitgesetz vorgestellt. Internationale Studien und best practice sollen bei der nächsten Sitzung thematisiert werden.

Zweite Sitzung des Beirats

Die zweite Sitzung befasste sich intensiv mit der internationalen Perspektive. Hierzu wurde Frau Prof. Dr. Yeandle von der Universität Sheffield/UK als Sachverständige zum Thema „Overview of the international state of affairs on Research into combining paid work with caregiving responsibilities for older person“ geladen. Aus dem Vortrag ist ein Arbeitspapier entstanden, welches der Beirat für seine Arbeit nutzt.

Aktuelle Zahlen zum Thema „Pflege und Unterstützung bei gesundheitlichen Einschränkungen: Welche Beitrag leisten Personen in der zweiten Lebenshälfte für andere“ wurden von dem Sachverständigen, Herrn Prof. Dr. Tesch-Römer vom Deutschen Zentrum für Altersfragen dargestellt.

Daneben wurde noch ein vom Beirat erarbeitetes graphisches Ablaufschema des Pflegezeitgesetzes und Familienpflegezeitgesetzes vorgestellt.

Zur Vertiefung spezieller Themen sollen bei der nächsten Beiratssitzung Arbeitsgruppen organisiert werden.

Dritte Sitzung des Beirats

Wie in der vorangegangenen Sitzung beschlossen, wurden in der dritten Sitzung drei Arbeitsgruppen zu folgenden Themen gebildet: 1. Situation der pflegenden und erwerbstätigen Angehörigen und Begleitung des Pflegezeitgesetzes und Familienpflegezeitgesetzes 2. Zeitliche und finanzielle Situation von pflegenden und erwerbstätigen Angehörigen 3. Information und Beratung pflegender und erwerbstätiger Angehöriger (Verlinkung nach unten).

Darüber hinaus wurden zu dem Thema „Elternzeit und Elterngeld – Vorbild für die Pflege?“ zwei Sachverständige aus dem BMFSFJ eingeladen.

Herr Dr. Pick vom Medizinischen Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) stellte „Das neue Begutachtungs-Assessment Pflege“ vor.

Als ein weiterer Schwerpunkt wurde das Thema „Technische Assistenzsysteme“ von Herrn Prof. Hoff
(stellvertretender Beiratsvorsitzender) und seinen Assistenten der Hochschule Görlitz vorgestellt. Darauf aufbauend wird zu dem Thema Digitalisierung und Pflege ein Workshop zusammen mit dem BMFSFJ organisiert.

Vierte Sitzung des Beirats

In der vierten Sitzung wurde das Thema „Zwischen Arbeit und familiärer Pflegeverantwortung. So fördern europäische Staaten die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf“ von Herrn Dr. Pieper von der Beobachtungsstelle für gesellschaftspolitische Entwicklungen in Europa als Sachverständiger vorgestellt.

Als zweiter Sachverständiger hielt Herr Dietz vom BMG einen Vortrag zum Thema „Was die Pflegeversicherung für pflegende Angehörige leistet“.

Der Schwerpunkt dieser Beiratssitzung lag auf den Berichten aus den drei Arbeitsgruppen sowie vom Workshop Digitalisierung und Pflege. Einige zentrale Punkte, welche die Arbeitsgruppen erarbeiteten, wurden vom gesamten Beirat diskutiert und beschlossen.

Fünfte Sitzung des Beirats

Am 24. April 2018 fand die fünfte Sitzung des Beirats statt.

In einem Vortrag von Herrn Prof. Schnepp von der Universität Witten/Herdecke wurde das Thema „Pflege auf Distanz“ beleuchtet. Darin wird ein Überblick über die Personengruppe der pflegenden Angehörigen, die auf Distanz pflegen (sog. „Long Distance Caregivers“) gegeben, welche Aufgaben sie wahrnehmen und welchen Belastungen sie ausgesetzt sind. Des Weiteren werden Handlungsempfehlungen abgeleitet.

In einem Vortrag von Frau Falkson von der Universität Witten/Herdecke wurde das Thema der „pflegebedürftigen Kinder und Jugendlichen“ aufgegriffen. Nach einem Überblick über Prävalenz, den Begriff und die Ermittlung der Pflegebedürftigkeit bei Kindern und Jugendlichen werden ebenfalls Handlungsempfehlungen aufgeführt.

Weitere Schwerpunkte der Sitzung lagen auf den Ergebnissen der Arbeitsgruppen, die präsentiert und diskutiert wurden. Aufbauend auf diesen Ergebnissen werden nun konkrete Modelle und Handlungsempfehlungen in intensiver Zusammenarbeit in den Arbeitsgruppen ausgestaltet. Diese sollen in den Abschlussbericht einfließen, der zum 1.6.2019 dem BMFSFJ vorgelegt werden soll.